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Bewegung macht klug

Wie sehr die Entwicklungsbereiche eines Menschen zusammenhängen macht – wieder einmal – ein Artikel wie dieser deutlich und bewußt:

„Viel enger als bisher gedacht, hängt die Entwicklung körperlicher und geistiger Fähigkeiten voneinander ab. Das zeigt sich insbesondere beim Lernen. Daher gilt: Kinder brauchen Bewegung um sich allseitig bilden und entfalten zu können….“

Nun ist es für die Kinder nicht gut wenn Eltern sie sozusagen nach „Gehirnentwicklungskriterien“ beobachten und in Bewegungsprogramme stecken immer mit dem Hintergedanken, die Noten in der Schule damit zu verbessern und ein Gymnasialkind mit späterem Einser-Abitur zu kreieren.

„Hilfreich sind geduldige Eltern, die ihnen immer wieder Anregungen bieten und dabei abwarten, bis sie die Entwicklungsschritte aus eigener Kraft vollbringen können.“

Wirklich zu eigen macht sich der Mensch etwas, wenn es aus dem Leben heraus gelernt wird, wenn es mit Sinn erfüllt ist – sinnvoll also. Nicht mechanische Bewegungen, womöglich noch im permanenten Wettkampf und Leistungsvergleich erfüllt das Kind mit Freude an Bewegung, sondern die Gründe für seine Bewegung. An den Aufgaben, die das Leben selber stellt, entwickelt sich die Vielfalt.

„Kluge Bewegungserziehung setzt deshalb im Alltag an und orientiert sich an den Wünschen und dem angeborenen Bewegungsdrang der Kinder. „

Und weiter im Artikel:

„… Kinder, die motorisch geschickt sind, können sich häufig auch besser ausdrücken. Dabei sind die Möglichkeiten schier unerschöpflich, mit denen Kinder jetzt ihre Körperbeherrschung verbessern: Erste Ballspiele, auf einem Bein hüpfen, Balancieren, Klettern, Schwimmen, Tanzen, Singen mit Gesten oder Basteln. Oft sind es ganz einfache Spiele, die Eltern noch aus ihrer eigenen Kindheit kennen, für die sich Kinder begeistern lassen: Verstecken, Fangen, Himmel und Hölle … Gut in den Alltag einbauen lässt sich die Aufgabe, ein Kissen oder einen kleinen Sandsack auf dem Kopf zu balancieren und dabei zu versuchen, die Treppe herunterzugehen, auf einem Stuhl Platz zu nehmen oder einen kleinen Hindernisparcours zu bewältigen. Bei Kindern, die am liebsten toben, sollten Eltern darauf achten, dass sie auch ihre Feinmotorik entwickeln, zum Beispiel beim Kneten oder Basteln.  ….“

Früher kannten Kinder um die 80 Spiele für draußen und drinnen, heute fast keines mehr (auch die Eltern nicht). Spielen ist Üben fürs Leben!

Auf der Artikelseite findet sich rechts eine Spielesammlung. Auch bei zzzebra.de gibt es unendlich viele Spielideen.

Lesen Sie bitte auch den Beitrag im Deutschlandfunk aus dem Jahr 2014 „Straßenkindheit fördert Intelligenz

Um zu verstehen, wie die Bewegungsentwicklung des Kindes abläuft und wie das Selbstvertrauen des Kindes dabei der Lehrmeister ist, möchte ich ab Babyalter eine Pikler-Gruppe empfehlen. In Nürnberg gibt es zahlreiche Adressen