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Gesundheitsdaten sind in Gefahr

Der Gesundheitsminister hat ein Gesetz eingebracht, dem der Bundestag auch zugestimmt hat, das erlaubt, alle Daten gesetzlich Krankenversicherter zu Forschungszwecken weiterzugeben. Eine Zu-/Abstimmung ist nicht vorgesehen. Das Gesetz steht im Zusammenhang mit der Gesundheitskarte (nähere Informationen zur e-Card hier >>> und hier >>>) und der ePatientenakte.

Zur gleichen Zeit wird bekannt, dass Patientendaten offen zugänglich im Netz lagen, was über diesen Skandal hinaus das verabschiedete Gesetz nochmals in ein besonderes Licht rückt.

Kleine Auswahl an Presseartikeln (wird immer wieder aktualisiert)

UPDATE 13. 1.20

Weltweites Datenleck bei Patientendaten größer als bisher angenommen

„Forscher fanden insgesamt über eine Milliarde personenbezogene Patientendaten auf unsicher konfigurierten Servern im Internet. Das sei jedoch noch nicht die endgültige Zahl.“

UPDATE 27.12.19

Institutionenkarte, Arztausweis und elektronische Gesundheitskarte stellen das Gerüst der Gesundheits-IT. Alle sind viel zu einfach zu beschaffen.

Ausgabe von Praxis- und Arztausweisen nach Datenleck gestoppt

CCC diagnostiziert Schwachstellen im deutschen Gesundheitsnetzwerk

Hackern des Chaos Computer Club ist es gelungen, sich Zugangsberechtigungen für das sogenannte Telematik-Netzwerk zu verschaffen. An das Netz sind über 115.000 Praxen angeschlossen. Über das System sollen in naher Zukunft verpflichtend digitale Patientendaten und elektronische Rezepte ausgetauscht werden.

CCC-Sicherheitsforschern ist es gelungen, sich gültige Heilberufsausweise, Praxisausweise, Konnektorkarten und Gesundheitskarten auf die Identitäten Dritter zu verschaffen. Mit diesen Identitäten konnten sie anschließend auf Anwendungen der Telematik-Infrastruktur und Gesundheitsdaten von Versicherten zugreifen. Die Hacker stellten grobe Mängel in den Zugangsprozessen fest, und demonstrieren mit Beispielangriffen, wie sich Kriminelle Identitäten erschleichen können. Im Falle der eGK gelang dies bereits zum wiederholten Male

der Vortrag zur elektronischen Patientenakte auf dem Kongress des Chaos Computer Clubs:

Spahn will alle Krankendaten ohne Zustimmung weitergeben

Mit der Mehrheit von CDU/CSU und SPD hat der Bundestag heute das Digitale-Versorgung-Gesetz gebilligt. Netzpolitik.org hatte in dieser Woche detailliert über die Gesetzespläne berichtet und sieben Gefahren des Gesetzes zusammengefasst.

Patientendaten und DatenschutzSpahn sollte Gesetzentwurf dringend nachbessern

Bürgerrechtler schlagen in einem Brandbrief an den Bundestag Alarm, dass die geplante zentrale Datei zur medizinischen Versorgung die Privatsphäre aushöhle.

Worum es geht:

Ab 1.1.2021 müssen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte anbieten, deren Daten dann zentral auf Servern gespeichert werden sollen. Jetzt schon sind Ärzte und Psychotherapeuten gezwungen, die dafür notwendige Technik, die Telematikinfrastruktur, zu installieren, ansonsten wird ihnen derzeit bereits 1% Honorar abgezogen, ab März 2,5% >>> weiterlesen

Um das Gesetz noch verändern zu können wurde ein Bundestagspetition eingereicht, bei der bis zum 16. Januar mindestens 50.000 Mitzeichner gebraucht werden (Quorum)

Die Petition im Deutschen Bundestag ist hier zu finden >>>

Wer nicht Online mitzeichnen möchte kann sich diese Unterschriftenliste herunterladen und auch im persönlichen Umfeld informieren und zur Mitzeichnung ermuntern >>>