Gesundheitspolitik 2012: Budget der Ärzte entfällt

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Gesundheitspolitik 2012: Budget der Ärzte entfällt

Eine wirklich gute Nachricht für alle im Gesundheitssystem arbeitenden, die von dem Verordnungswillen der Ärzte abhängen: nach den zwei wirklich kargen Jahren, fällt im Jahre 2012 die Budgetierung der Ärzte.

Eine wirklich gute Nachricht für alle im Gesundheitssystem arbeitenden, die von dem Verordnungswillen der Ärzte abhängen: nach den zwei wirklich kargen Jahren, fällt im Jahre 2012 die Budgetierung der Ärzte. Das müßte eigentlich bedeuten, daß ein Arzt wieder nach seinen eigenen Intentionen Rezepte für Physio-/Ergo- und Logopäden ausstellen kann, und nicht mehr in Regress genommen werden wird.

“Der Bundesgesundheitsminister verkündet, dass Ärzte voraussichtlich in den kommenden Jahren keine Regresse mehr zu befürchten haben. Es soll ein umfassender, bundesweit gültiger Katalog mit Praxisbesonderheiten erstellt werden. Ärzte auf dem Land werden völlig frei verordnen können, was sie für medizinisch notwendig halten. Und im kommenden Jahr dürfen die Heilmittelausgaben ebenfalls kräftig steigen: Bis zu 4,5% mehr als in diesem Jahr dürfen Ärzte verordnen. (Quelle: physio.de)

Hier die wichtigen Punkte im gerade verabschiedeten Versorgungsstrukturgesetz:

  • Stärkung der ambulanten Rehabilitation. Ambulante Rehabilitationseinrichtungen werden den stationären gleichgestellt, indem einheitliche Versorgungsverträge geschlossen werden. Zudem wird auch für die ambulante Rehabilitation ein Schiedsverfahren zu den Vergütungsverträgen vorgesehen.
  • Genehmigung notwendiger Heilmittelbehandlungen bei langfristigem Behandlungsbedarf. Versicherten, die langfristig Heilmittelbehandlungen benötigen (z. B. Menschen mit schweren Behinderungen oder chronisch Kranke), wird die Möglichkeit eingeräumt, sich die erforderlichen Heilmittel für einen geeigneten Zeitraum von ihrer Krankenkasse genehmigen zu lassen. Dies gewährleistet Behandlungskontinuität der Versicherten und entlastet die verordnenden Vertragsärztinnen und –ärzte.
  • Die Angebotsmöglichkeiten der Krankenkassen für Satzungsleistungen werden deutlich ausgeweitet. Dies gilt für Vorsorge- und Reha-Maßnahmen, künstliche Befruchtung, zahnärztliche Behandlung (ohne Zahnersatz), nicht verschreibungspflichtige apothekenpflichtige Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege und Haushaltshilfe sowie Leistungen von nicht zugelassenen Leistungserbringern.
  • Modifizierung der Zulassungsregelungen für medizinische Versorgungszentren zur Stärkung der Freiberuflichkeit und zur Sicherung der Unabhängigkeit medizinischer Entscheidungen.