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Polypharmazie

Für jedes Leiden und Krankheitsgeschehen verordnet der Arzt ein Medikament. Im Verlauf des Alterns können sich Krankheiten, die gleichzeitig zu behandeln sind, häufen. Nicht selten schluckt der Patient dann 8 oder 10 oder noch mehr Pillen, ohne dass ein Gesamtblick auf die gegenseitige Beeinflussung der Wirkstoffe stattfindet.

Die über 60-jährigen nehmen die Hälfte aller in Deutschland verordneten Medikamente ein.

Im Deutschlandfunk fand im Rahmen der Sendereihe „Sprechstunde“ eine interessante Informationssendung statt, die man hier nachhören kann: >>>

„.. Viele Senioren haben gesundheitliche Probleme, die sich auf Nebenwirkungen von Medikamenten zurückführen lassen. Gegen diese Probleme verschreiben Ärzte aber weitere Medikamente, mit der Folge einer schleichenden Vergiftungsspirale, an der jedes Jahr etwa 10.000 Menschen sterben…“

Ein Beispiel aus der Krankenhauspraxis:

„Das tägliche Schlucken verschiedener Medikamente birgt hohe Risiken, weil sich die unterschiedlichen Wirkstoffe gegenseitig verstärken können. In vielen Fällen hilft nur noch eine ärztlich geleitete Entgiftung“ … weiterlesen >>>

In der Sendung wurde erwähnt, dass es bei den Krankenkassen Hilfen in Form von Medikationsplänen gibt, die der Hausarzt ausfüllt und am Laufenden hält.

Die kassenärztliche Vereinigung schreibt dazu:

„Patienten haben seit 1. Oktober 2016 Anspruch auf einen sogenannten bundeseinheitlichen Medikationsplan, wenn sie mindestens drei zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnete, systemisch wirkende Medikamente gleichzeitig einnehmen oder anwenden. Die Anwendung muss dauerhaft – über einen Zeitraum von mindestens 28 Tagen – vorgesehen sein.“

Nähere Informationen erhalten Sie hier >>>