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Von Pflegestufen zu Pflegegraden – die Pflegereform 2017

Im Januar 2017 wird das bisherige System der Pflegebedürftigkeit und Pflegeleistung umgestellt. Waren bisher die bekannten Pflegestufen 1, 2 und 3 die Basis für die Anzahl der zu leistendenden Pflegeminuten, so stellt der Medizinische Dienst nun den Grad der Selbständigkeit fest:

„… Kommt ein ambulanter Pflegedienst nach Hause, gibt es dafür fast 1.300 Euro, etwa doppelt so viel wie vorher. Wer 2017 erst einen Antrag auf Pflegeleistungen stellt, macht dafür wie gehabt einen Termin mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen aus, kurz MDK. Anders als früher addieren dessen Gutachter beim Hausbesuch jetzt nicht mehr die benötigten Pflegeminuten, sondern sie nehmen vor allem unter die Lupe, wie selbständig der Pflegebedürftige im Alltag agiert. Der Gutachter lässt sich zeigen, ob jemand vom Stuhl aufstehen oder auf der Ebene gehen kann …“ weiterlesen beim Deutschlandfunk

Die taz empfiehlt, die Neubewertungen bei Pflegebedürftigen genau zu prüfen und sich selbst zu informieren oder fachliche Hilfe zu holen:

„…Verwirrung stiftet auch das „Informationsportal der Medizinischen Dienste zur Pflegebegutachtung ab 2017“. Dorthin werden laut Leopold Betroffene gern verwiesen. In der Tat finden sich dort zum Downloaden die neuen Richtlinien zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit – auf ganzen 247 Seiten. „Die meisten Menschen“, sagt er, „unterschreiben ja schon blind die 40 Seiten langen Pflegeverträge – wie sollen sie dann erst dieses Werk verstehen?“alles lesen bei der taz

Wie Ärzte künftig Krankenfahrten verordnen können:

„… Das Verordnen von Fahrten zur ärztlichen Behandlung wirft immer wieder Fragen auf. Was Ärzte wissen sollten und welche Besonderheiten es zu beachten gilt, hat die KBV in einer Praxisinformation zusammengestellt. Das Dokument ist hier abrufbar. … alles lesen bei der KBV

Das Bundesgesundheitsministerium informiert zu allen Änderungen

Zum 1. Januar 2017 treten im Bereich Gesundheit und Pflege wichtige Änderungen in Kraft. Hier geben wir Ihnen einen Überblick mit Informationen zu folgenden Gesetzen und Regelungen:

Im Cicero spricht man gar von Verschlechterungen nach der Übergangsphase, vor allem bei der stationären Pflege, weil

„… Nach der Übergangsphase werden die nunmehr nicht verbesserten Personalschlüssel dazu führen, dass weniger Vollzeitstellen errechnet werden können.

Das heißt, es wird weniger Pflegepersonal eingestellt?

Nein, noch viel schlimmer. Es wird nicht nur dringend benötigtes Personal nicht eingestellt, sondern insbesondere für untere Pflegegrade noch gekürzt. In den gesamten stationären Bereich fließt nicht mehr Geld. Stattdessen gibt es durch die Reform deutliche Anreize für ambulante Versorgungsformen. Zwar werden hier mehr Leistungsangebote generiert, das Personal steht jedoch gar nicht in dem notwendigen Maße zur Verfügung. …“ das gesamte Interview mit Michael Thomsen beim Cicero lesen >>>