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Hand-Exoskelett

Gelähmte Hand kann wieder greifen.

Das Projekt KONSENS NHE beschäftigt sich in einer Kooperation der Unis Tübingen, Reutlingen und Stuttgart mit der Frage, was Bewegung ist, wie sie entsteht und wie man für Patienten alltagstaugliche Hilfsmittel entwickeln kann.

“ Das Projekt-Akronym „KONSENS-NHE“ steht für die Entwicklung eines kontext-sensitiven neural-gesteuerten Hand-Exoskeletts zur Wiederherstellung der Alltagsfähigkeit und Autonomie nach Hirn- und Rückenmarksverletzungen.“

INF Uni-Reutlingen

Unser interdisziplinärer Ansatz zielt auf ein ganzheitliches Verständnis des neuromuskulären Systems ab.Prof. Oliver Röhrle, Universität Stuttgart

Im Rahmen dieses Projektes entstand eine, jetzt patentierte, Roboterhand, die – modular aufgebaut – individuell an den Patienten angepasst werden kann. Einzelne Finger können mit einem Motor angesteuert und die verloren gegangenen Handfunktionen wieder hergestellt werden. Das Handmodul wiegt nur 80g. Dazu auch ein Beitrag des Bayerischen Rundfunks

In einem nächsten Schritt soll über aufgezeichnete Gehirnströme die Hand mit Gedanken (= Absichten) in Kombination mit Augenbewegungen gesteuert werden können.

“ Langfristiges Ziel des Projekts ist, dass Patienten das System selbstständig im Alltag nutzen können. Die Wissenschaftler forschen zu den einzelnen Projektbausteinen Neurotechnologie, Mechatronik, Sensortechnik und -steuerung, Machine Learning sowie 3D-Objekterkennung und bauen auf den Erfahrungen auf, die bereits im Jahr 2016 mit einem Prototyp eines hirngesteuerten Exoskeletts gemacht wurden.“

Quelle: iff Uni-Stuttgart

Man wählte zur Steuerung über das Gehirn eine Methode von außen, die zwar nicht so genau ist, wie ein Implantat, aber wesentlich schonender und risikoärmer.

Auch mit dieser „Haubenmethode“ ist es möglich, die Greif-Absicht zu erkennen und Hand und Finger entsprechend anzusteuern. Genauer nachlesen kann man das hier >>>