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Gehirn
23. Juli 2020
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Dyspraxie

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Das Symptombild der Dyspraxie hat auch Einzug in den Diagnosekatalog ICD-10 gefunden und wurde unter F82 kategorisiert. Dort heißt es:

Hauptmerkmal ist eine schwerwiegende Entwicklungsbeeinträchtigung der motorischen Koordination, die nicht allein durch eine Intelligenzminderung oder eine spezifische angeborene oder erworbene neurologische Störung erklärbar ist. In den meisten Fällen zeigt eine sorgfältige klinische Untersuchung dennoch deutliche entwicklungsneurologische Unreifezeichen wie choreoforme Bewegungen freigehaltener Glieder oder Spiegelbewegungen und andere begleitende motorische Merkmale, ebenso wie Zeichen einer mangelhaften fein- oder grobmotorischen Koordination.

Es geht um die “Handlung” an sich. Eine Handlung beginnt mit einer Absicht, ihr folgen Entschluss und Planung. Bei der Ausführung kommt es nun darauf an, ob es schon eine Erfahrung oder gar eine Automatisierung gibt oder ob die Handlung das erste Mal ausgeführt wird. Wenn der Handlungsablauf nicht vollständig gelernt und automatisiert werden kann, ohne dass es sich um eine Fehlleistung von Sinnesorganen oder der motorischen Fähigkeiten handelt, liegt eine Dyspraxie vor.

Kinder, die sich schwer tun beim Binden einer Schleife, beim Gebrauch von Stiften und Besteck oder Werkzeug – könnten dyspraktisch sein.

Betrifft dies Erwachsene und ist eine Läsion im Gehirn die Ursache, spricht man von Apraxie. Näheres dazu finden Sie hier >>>

 

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