Das Spiegelherapie ist ein Therapieverfahren für Patienten mit sensomotorischen Störungen und/oder Schmerzen im Bereich Arm und Hand, sei es aufgrund einer Hemiparese, einer Sudeck-Erkrankung oder einer Nervenschädigung.
Das Prinzip besteht darin, einen Spiegel  in der Körpermitte des Patienten auf einem Tisch so zu platzieren, dass die betroffene Extremität hinter dem Spiegel lagert. Der Patient schaut in den Spiegel Spiegeltherapieund sieht dort das Spiegelbild seiner gesunden Extremität, als wäre es die betroffene.
Der positive Effekt des Spiegeltrainings ist im Wesentlichen durch zwei Faktoren zu erklären:

  • Zum einen scheint die Spiegelung die Repräsentation der betroffenen Hand im Gehirn zu aktivieren – ähnlich den Vorgängen bei mentaler Stimulation von Bewegung.
  • Darüber hinaus scheint durch dieses Verfahren auch der erlernte Nichtgebrauch der Extremität (wegen einer Lähmung oder wegen Schmerzen) „durchbrochen“ werden zu können.

Hintergrund und wissenschaftliche Informationen zum Thema Spiegeltherapie finden Sie hier:

Sehr empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang das Buch:

Schmerzen verstehenSchmerzen verstehen

Butler, David, Moseley, Lorimer

36,95 € Ladenpreis

Schmerzen sind etwas sehr Reales – und in vielen Fällen eine unberechenbare, schwer therapierbare Symptomatik. Allerdings gibt es inzwischen wissenschaftliche Belege dafür, dass Patienten selbst ihre Schmerzerfahrungen durch „mehr Wissen“ über die dahinter stehenden neurobiologischen und -psychologischen Prozesse beeinflussen können. „Schmerzen verstehen“ setzt hier an: Es vermittelt Ihnen die nötigen wissenschaftlichen Kenntnisse über die Entstehung und Verarbeitung von akutem und chronischem Schmerz. Es leitet Patienten an, Schmerzen als weniger bedrohlich wahrzunehmen und sie in einem eigenverantwortlichen Schmerzmanagement – mit therapeutischer Begleitung oder selbständig – zu lindern oder sogar zu überwinden. „Schmerzen verstehen“ ist ein leicht verständliches Buch und eröffnet Ihnen auf faszinierende Weise den Zugang zu diesem komplexen Thema: durch die „Übersetzung“ von wissenschaftlichem Fachjargon, spannende Geschichten und bilderreiche Vergleiche zur Verdeutlichung manchmal eher „trockener“ Fakten und durch phantasievolle Zeichnungen.