Organisation

Erstgespräch mit Mutter/Vater/Eltern, 4 Termine mit dem Kind, Abschlußgespräch mit Empfehlungen.

Termine

Nach Vereinbarung, die 4 Kindertermine sollten möglichst dicht beisammen liegen.

Kosten

Gesamtpaket: 200.- Euro

Das Angebot richtet sich an Eltern,

  • deren Kinder Schwierigkeiten mit den schulischen Anforderungen haben. Sie spüren vielleicht, daß Ihr Kind sich mehr abmühen muß, rascher ermüdet, weniger Lernlust hat, als andere oder als früher? Ist es bereits zu Schulmüdigkeit oder -angst gekommen?
  • die sicher sein möchten, ob ihr Kind reif für die Schule ist. Vielleicht stehen Sie vor der Frage, der Empfehlung oder der Entscheidung einer Rückstellung und brauchen noch eine externe Einschätzung?

Eltern deuten das Kinderverhalten zuweilen als Faulheit oder Unlust – was oft zu Stress in der Familie und zu Belastungen der Eltern-Kind-Beziehung führt. Abende- und Wochenendelang wird geübt, viel Zeit wird investiert vom Kind und den Eltern.

Vielleicht haben Sie einen Hinweis der Kindergärtnerin oder der Lehrerin bekommen? Hat Ihr Kind Mühe mit der Aufmerksamkeit, der Konzentration, mit dem Lesen, Schreiben und/oder Rechnen? Hält es den Stift immer noch so verkrampft, daß ein flüssiges Schreiben kaum möglich ist? Hat es eine „schlampige“ Sitzhaltung? Ist sein Interesse am Lesen eher gering, obwohl es sich so sehr auf das Lesenkönnen gefreut hat?

Was gecheckt wirdWas Ihnen auffälltSchreiben, Lesen, Rechnen

Was angeschaut wird:

  • Bewegungsentwicklung – Grobmotorik, Feinmotorik, Koordinationen
  • Sinnesentwicklung – Sehen, Hören, Tast-, Gleichgewichts- und Bewegungssinn
  • Räumliche Wahrnehmung und -Vorstellung
  • Sprache, Symbolverständnis, Mengenerfassung und Zahlenverständnis, Aufgabenverständnis
  • Gedächtnisfähigkeiten, flexibles Denken, Kombinationsfähigkeit

Sie wissen dann über Ihr Kind:

  • ob seiner Entwicklung Hindernisse im Wege stehen,
  • warum es sich nicht mühelos die Kulturtechniken Schreiben, Lesen und Rechnen aneignen kann,
  • wie Ihrem Kind evtl. geholfen werden kann

Bei Bedarf werden genauere Untersuchungen der Experten des Praxis-Netzwerkes empfohlen.

Schul- und Lernverhalten:

  • Mühe beim Erlernen der Buchstaben und Ziffern
  • Mühe beim flüssigen Schreiben
  • Mühe beim flüssigen Lesen, liest buchstabenweise
  • Kann nicht stillsitzen
  • Ist langsam und ungeschickt
  • Mühe mit dem Rechnen
  • Wechselt die Hand auch noch nach der 2. Klasse
  • Hat Gedächtnisprobleme
  • Hat Schwierigkeiten beim Abschreiben von der Schultafel
  • Verwechselt/verdreht Buchstaben/Zahlen
Freizeitverhalten:
  • Weiß nichts mit sich anzufangen, hat wenig eigene Ideen
  • Hat wenig Freunde, spielt kaum mit anderen
  • Hausaufgabensituation ist belastet
  • Liest nicht, malt nicht, bastelt nicht gerne und nicht freiwillig
  • Sitzt lieber am Fernseher, Computer, Gameboy
  • Bewegt sich ungern, probiert sich kaum aus
  • oder: Bewegt sich ständig, fällt oft hin, stößt sich oft an
  • Hat übertriebene Angst oder erkennt Gefahren nicht

Am Anfang der dritten Klasse wird es möglich, bei den legasthenen Kindern zu untersuchen, wie die Probleme, die sie beim Lesen und Schreiben haben, genau aussehen. Hierzu läßt man einen kurzen Ausschnitt vorlesen, und ein kurzes Diktat schreiben.

 Beobachtung  Mögliche Ursache
Das Kind liest langsam und buchstabierend, und es fällt ihm sehr schwer, die einzelnen Laute zu einem Wort zusammenzufügen. Das Kind hat wahrscheinlich Schwierigkeiten mit der auditiven Synthese (Zusammenfügen einzelner Laute zu einem Ganzen)
Das Kind liest ziemlich schnell und ungenau: Es schaut sich die Worte nicht genau an und gibt vor, etwas  zu lesen, von dem es meint, daß es da stehen müßte. Das Kind hat vermutlich Probleme mit der visuellen Wahrnehmung
Wenn ein Kind regelmäßig Buchstaben falsch liest (b statt d, usw.), liegen Probleme mit der Wahrnehmung der Form oder Richtung der Buchstaben vor. Das Kind hat räumlich-perzeptive Probleme (Raum-Lage ), Bereich der visuellen Wahrnehmungsverarbeitung
Wenn ein Kind regelmäßig eine Zeile überspringt oder einen Buchstaben in einem Wort liest, der oberhalb, unterhalb oder neben dem Wort vorkommt, das es lesen sollte … … dann fällt es ihm schwer, die richtigen Augenbewegung zu machen
Wenn ein Kind beim Lesen die Reihenfolge der Buchstaben in einem Wort ändert, zum Beispiel Breg statt Berg … … dann hat es Anordnungsprobleme (Reihenfolgen, Serialität, Rhythmus )
Ein Kind, das, während es liest, das Buch direkt vor den Augen oder – gerade umgekehrt – extrem weit weg hält … … kurz- oder weitsichtig sein.